Befristung / Entfristung

Vor dem Arbeitsgericht kann im Rahmen einer Entfristungsklage überprüft werden, ob die zeitliche Befristung zulässig war oder ob ein unbefristetes Arbeitsverhältnis besteht. Die Entfristungsklage kann bis 3 Wochen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erhoben werden.

Sie haben einen zeitlich befristeten Arbeitsvertrag, der demnächst endet? Ihr Arbeitgeber hat mit Ihnen noch nicht darüber gesprochen, ob Sie einen neuen (befristeten) Arbeitsvertrag erhalten werden?

In der Vergangenheit wurde Ihr Arbeitsvertrag bereits mehrfach verlängert und nun hoffen Sie, dass es auch diesmal gut gehen wird und Sie einen neuen Vertrag bekommen.

Sie haben gehört, dass der Arbeitgeber nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) nicht unter allen Umständen einen Arbeitsvertrag wirksam befristen kann. Denn nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz ist ein befristeter Arbeitsvertrag unter anderem zulässig, wenn die Befristung durch einen sachlichen Grund gerechtfertigt ist oder, ohne Vorliegen eines solchen, sachlichen Grundes, bis zur Dauer von höchstens 2 Jahren.

Vor dem Arbeitsgericht kann im Rahmen einer sogenannten Entfristungsklage überprüft werden, ob die zeitliche Befristung zulässig war oder ob ein unbefristetes Arbeitsverhältnis besteht. Diese Entfristungsklage kann bis 3 Wochen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erhoben werden.

Beachten Sie, dass nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes eine gerichtliche Prüfung nur möglich ist, wenn nach Beendigung des befristeten Arbeitsverhältnisses kein neues Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitgeber abgeschlossen wurde. Das Gericht prüft darüber hinaus immer nur den letzten befristeten Vertrag. Deshalb empfiehlt es sich unter Umständen, einen neuen befristeten Vertrag nur unter Vorbehalt zu unterschreiben. Diese Vorbehaltserklärung muss der Arbeitgeber jedoch nicht akzeptieren.

Lassen Sie deshalb die Erfolgsaussichten einer Entfristungsklage anwaltlich überprüfen, bevor Sie einen neuen befristeten Arbeitsvertrag unterzeichnen.